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Grafik Kraftwerk Ermen & Engels

Kraftwerk Ermen & Engels

Eine Besucherin betrachtet die Schalttafel.

Hier geht Ihnen garantiert ein Licht auf. Denn alles dreht sich um den Strom. Die ehemalige Baumwollspinnerei Ermen & Engels, gegründet von Friedrich Engels sen. – Vater des berühmten Kompagnons von Karl Marx – wurde 1903 elektrifiziert. Bestaunen Sie das historische Wasserkraftwerk, das die Fabrik und teilweise auch den Ort mit Energie versorgte. So erhalten Sie einen lebendigen Eindruck davon, wie die Kraft des Flüsschens Agger in Strom verwandelt wurde.


Eine Gruppe von Kindern experimentieren am Wasserkraftmodell.

Beim Abstieg in den Turbinenkeller empfangen geheimnisvolles blaues Licht und Geräusche von fließendem Wasser die Gäste und vermitteln den Eindruck, als ob die Gänge mit den mächtigen Wänden noch heute von Wasser durchflossen wären. Sobald sich die Augen an das Dunkel gewöhnt haben, werden die Turbinen sichtbar, die über ein kompliziertes Transmissionssystem aus vielen Rädern und Rädchen die Maschinen in der Fabrik antrieben. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Turbinen mit Generatoren gekoppelt, die den Strom für die nun elektrisch betriebenen Maschinen erzeugten.

In den Stockwerken über dem Turbinenkeller zeigt die große Schalttafel, wie der Strom in der Fabrik verteilt wurde. Schon 1903 profitierten auch das Wohnhaus des Fabrikanten und der Ort Engelskirchen von der lokalen Stromerzeugung. Dank des Kraftwerks in der Fabrik leuchteten hier eher als in mancher Großstadt die elektrischen Straßenlaternen. Die eindrucksvolle Dampfmaschine am Eingang zur Museumsetage erinnert schließlich daran, dass nicht immer ausreichend Wasserkraft zur Verfügung stand, um die Maschinen anzutreiben. Schon früh wurde daher die Dampfkraft als ergänzende Energie genutzt.


Das Kraftwerk Ermen & Engels im Film!

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Veranstaltungen



Stromwerkstatt

Workshop für Familien

Samstag, 18.9., 9.10. & Donnerstag, 14.10.21, jeweils 14 - 16 Uhr

Beim Workshop „Wissen, warum’s brizzelt!“ öffnet die Stromwerkstatt des LVR-Industriemuseums ihre Türen für Familien mit ihren Kindern im Alter von 8 bis 12 Jahren. Sechs Stationen rund um den elektrischen Strom und Energiegewinnung warten darauf, ausprobiert zu werden, begleitet wird dies von einem Scout des Museums.

Der Strom kommt aus der Steckdose – klar. Aber wie kommt er dort hin, wie wird er erzeugt und was bedeutet das für unsere Umwelt und den eigenen Geldbeutel? Klappt das auch ohne Kohle- oder Atomkraftwerke und stattdessen nur mit Windenergie? Knifflig wird es beim Blackout-Spiel am Computer: Was packt man für den großen Stromausfall ein – Notstrom, Decke, Kerze oder doch lieber das Müsli?

Die Teilnehmendenzahlen sind begrenzt. Es gilt die 3-G-Regel. Bitte bringen Sie Ihren Ausweis zum Abgleich mit. Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz.

Wir bitten um Anmeldung über die VHS Oberberg, Stichwort Familien-Workshop Stromwerkstatt.

Kosten: Erwachsene 3,50 € (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)


Führung zu handgefertigten Messern am Oelchenshammer

Sonntag, 19.9. & 10.10.21, jeweils 15 und 16 Uhr

Das LVR-Industriemuseum bietet am Oelchenshammer in Bickenbach eine besondere Führung an, jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr. Es wird nicht nur die Geschichte des Hammers, sondern auch die Kunst und die Historie des Messerschmiedens erklärt. Olaf Bigalke informiert über seine handgefertigten Messer und erläutert auch das aufwändige und kunstfertige Verfahren, mit dem er die Klingen herstellt, z.B. auch aus Damast-Stahl. Hierbei werden durch Feuerverschweißen und Falten der Materialien unterschiedliche Stahle verbunden und ergeben auffällige Muster.

Das Grundprinzip, mit Feuer, Wasser und Schlagkraft Stahl zu veredeln, nutzen früher auch die Schmiede des Oelchenshammers – dort in viel größerer Dimension mit den lautstarken Schmiedehämmern, die durch Wasserkraft angetrieben wurden. Die mehr als 200 Jahre alte Anlage mit Stauteich, Wasserrädern, Hämmern und Essen wird natürlich ebenfalls Thema der Führung sein.

Kosten: Erwachsene 3 € (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)


Moderierte Quizshow für Familien in der Experimentierausstellung „Ist das möglich?“

Sonntag, 19.9.21, 11-18 Uhr

Das LVR-Industriemuseum bietet von 11-18 Uhr ein besonderes Highlight: Ein Ausstellungsscout begleitet Besucher*innen in der Ausstellung. Er/Sie gibt Anregungen zu den Experimenten und Spielen und moderiert anschließend eine gemeinsame Quizshow.

Bitte beachten: Dies ist ein Angebot für Familien. Als Kleingruppe aus einem Haushalt spielen sie sich separat und mit Abstand von anderen durch die Stationen.

Es besteht ein begrenztes Ticketkontingent. Tickets erhalten Sie an der Museumskasse oder im Webshop. Beim Besuch gilt die 3-G-Regel. Bitte eine Medizinische Maske tragen. Informationen bei kulturinfo rheinland, Tel. 02234 9921555 (Mo – Fr 8 – 18 Uhr / Sa, So und an Feiertagen 10 – 15 Uhr)

Kosten: Erwachsene 5,50 €, ermäßigt 5,00 € (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)

Die Quizshow steht für jeden Sonntag bis einschließlich letzter Öffnungstag an: 26.9., 3.10., 10.10., 17.10., 24.10. (letzter Tag)


Vortrag: Warum Engels nach Engelskirchen kam – nachträglich zum Engelsjahr 2020

Freitag, 24.9.21, 19 Uhr

Als der Textilkaufmann Friedrich Engels aus Barmen sich 1837 für den ländlichen Standort Engelskirchen entschied, um hier seine Baumwollspinnerei zu errichten, hatte er dafür vor allem drei wichtige Gründe: die Straße nach Köln zum Warentransport, das günstige Gefälle des Flusses Agger und preiswerte Arbeitskräfte in der Region. Engels hatte also genaue Vorstellungen für sein Projekt – wie aber dachten die Menschen vor Ort darüber: Bürgermeister, Pfarrer und vor allem die Arbeiter*innen? Und was hatte das alles mit den gesellschaftlichen Umbrüchen zu tun, die seinen gleichnamigen Sohn beschäftigen, während dieser zur selben Zeit im väterlichen Parallelunternehmen in Manchester arbeitete? Eintritt kostenlos.

Ort: Neuer einführender Ausstellungsraum/Dauerausstellung, Engelsplatz 2, 51766 Engelskirchen

Veranstalter sind die Freunde und Förderer LVR-Industriemuseum Engelskirchen e.V.


Führung über das ehemalige Fabrikgelände von Ermen & Engels

Sonntag, 26.9. & 24.10.21, jeweils 15 Uhr

Im Jahr 1837 gründete der wohlhabende Textilkaufmann Friedrich Engels aus Barmen mit seinem Kompagnon P. A. Ermen die Baumwollspinnerei Ermen & Engels in Engelskirchen. Als Vorbild dienten englische Fabriken, die damaligen Vorreiter in der Produktion von modernen Baumwolltextilien. Beim Rundgang über das Gelände erfahren die Besucher*innen mehr zu den alten Produktionsstätten, zum historischen Wasserkraftwerk und zur Geschichte der Baumwollspinnerei. Auch der bekannte Sohn des Gründers, der kommunistische Vordenker Friedrich Engels junior, wird eine Rolle spielen.

Dauer: ca. 90 Minuten

Buchung unter kulturinfo rheinland, Tel. 02234 9921555 (Mo – Fr 8 – 18 Uhr / Sa, So und an Feiertagen 10 – 15 Uhr), Mail an

Die Teilnehmendenzahlen sind begrenzt. Es gilt die 3-G-Regel. Bitte bringen Sie Ihren Ausweis zum Abgleich mit. Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz.

Kosten: Erwachsene 4 €, Kinder 2 € (ab 8 Jahren)


Führung zu handgefertigten Messern am Oelchenshammer

Sonntag, 10.10.21, 15 Uhr und 16 Uhr

Das LVR-Industriemuseum bietet am Oelchenshammer in Bickenbach eine besondere Führung an, jeweils um 15 Uhr und um 16 Uhr. Es wird nicht nur die Geschichte des Hammers, sondern auch die Kunst und die Historie des Messerschmiedens erklärt. Olaf Bigalke informiert über seine handgefertigten Messer und erläutert auch das aufwändige und kunstfertige Verfahren, mit dem er die Klingen herstellt, z.B. auch aus Damast-Stahl. Hierbei werden durch Feuerverschweißen und Falten der Materialien unterschiedliche Stahle verbunden und ergeben auffällige Muster.

Das Grundprinzip, mit Feuer, Wasser und Schlagkraft Stahl zu veredeln, nutzen früher auch die Schmiede des Oelchenshammers – dort in viel größerer Dimension mit den lautstarken Schmiedehämmern, die durch Wasserkraft angetrieben wurden. Die mehr als 200 Jahre alte Anlage mit Stauteich, Wasserrädern, Hämmern und Essen wird natürlich ebenfalls Thema der Führung sein.

Die Teilnehmendenzahlen sind begrenzt. Es gilt die 3-G-Regel. Bitte bringen Sie Ihren Ausweis zum Abgleich mit. Bitte tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz.

Kosten: Erwachsene 3 € (Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei)


Infos zum Kraftwerk Ermen & Engels