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Grafik Gesenkschmiede Hendrichs Solingen

Taschenmesserreiderei Lauterjung

Außenansicht eines Fachwerkhäuschens

Solinger Schneidwaren entstanden traditionell unter Mitwirkung zahlreicher Handwerksberufe überwiegend in Heimarbeit. Neben den Schleifern in den Wasserkotten, Dampfschleifereien, später Motorwerkstätten sowie den Härtern zählten dabei die Reiderberufe, die für die Montage zuständig waren, zu den wichtigsten Heimarbeitern. Sie hatten sich im gesamten Stadtgebiet kleine Werkstätten eingerichtet.

In der auf Taschenmesser spezialisierten Reiderei Lauterjung scheint es, als habe der Besitzer nur mal eine Pause eingelegt. Die Originaleinrichtung ist vollständig erhalten. Mehrere Generationen der Reiderfamilie Lauterjung haben hier ihr Arbeitsleben bestritten, zuletzt Arthur Lauterjung, der bis 1965 in dem Kotten gearbeitet hat. Zusammen mit dem angrenzenden ehemaligen Wohnhaus handelt es sich um ein beispielhaftes Ensemble der Solinger Heimindustrie. In der Werkstatt erfahren Sie vieles über den typischen Solinger Reiderberuf, über die Taschenmesserfabrikation und die Arbeitsteilung in der Schneidwarenindustrie.


Kind beim Zusammenbau eines Taschenmessers

Die kleine Werkstatt ist ein Kleinod der Solinger Industriekultur und wird vom Förderverein Industriemuseum Solingen betrieben. Regelmäßig von April bis Oktober öffnet die Werkstatt an einem Samstag im Monat (meist am ersten Samstag) ihre Tür. Dr. Jürgen Weise, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins und Autor zahlreicher wirtschaftshistorischer Publikationen, bringt in der Zeit von 12 bis 17 Uhr den Besucher*innen die Werkstatt und das Reiderhandwerk näher.

Anschrift: Schaberger Straße 16, 42659 Solingen

Öffnungszeiten: Von April bis Oktober 2026 an einem Samstag pro Monat von 12 bis 17 Uhr
Mehr Informationen zu den Samstagsöffnungen

Eintritt: 1 €, Kinder und Jugendliche frei

Kontakt: LVR-Industriemuseum Solingen, Tel.: 0212 232410