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Forschungsprojekt

Soziokulturelle Untersuchungen zur Bekleidungsgeschichte der 1930er/40er Jahre

Historisches Schwarz-weiß-Foto der Hitlerjugend (HJ)

Das LVR-Industriemuseum Ratingen untersuchte in einem außergewöhnlichen Forschungsvorhaben die Alltagskleidung der Menschen, Trage- und Konsumgewohnheiten, die Verfügbarkeit von Kleidung und Mode sowie deren Herstellung in der Zeit des Nationalsozialismus. In Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg, Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft, entstand so das Forschungsprojekt „Soziokulturelle Untersuchungen zur Bekleidungsgeschichte der 1930er/40er Jahre“, das mit finanzieller Hilfe der VolkswagenStiftung realisiert wurde. Die Sonderausstellung „Glanz und Grauen – Mode im Dritten Reich“ war das sichtbare Ergebnis der ersten Etappe.


Diverse in der Literatur sowie in Spiel- und Dokumentarfilmen immer wieder vermittelte Stereotype über diese Epoche in Hinblick auf das Kleidungs- und Modeverhalten und damit den Alltag werden kritisch hinterfragt. Dafür werden sowohl spezifische Kleidungsstücke untersucht als auch objektbasierte Befragungen von Zeitzeugen durchgeführt. Für beide ist der Ausgangspunkt die umfangreiche Sammlung alltagskultureller Textilien des Museums, in der sich mehr als 500 Kleidungsstücke und Accessoires aus den 1930er und 1940er Jahren befinden sowie Zeitschriften, Fotos etc., die die Bestände zur Mode und Konsumgeschichte ergänzen. Dazu kommen viele private Spenden von Ratinger Bürgerinnen und Bürgern.


NS-Uniformen an Figurinen

„Glanz und Grauen - Mode im 'Dritten Reich'“ zeigte die wichtigsten Erkenntnisse der bisherigen Forschungsarbeit und war zugleich Abschluss der ersten Etappe eines Forschungsprozesses, der mit der Ausstellung zur Diskussion gestellt wurde. Das Team erhielt vom Feedback der Besucherinnen und Besucher auch Impulse für die weitere Forschungsarbeit.


Im Rahmen der Untersuchung ist eine Fachpublikation unter dem Titel "Glanz und Grauen. Kulturhistorische Untersuchungen zur Mode und Bekleidung in der Zeit des Nationalsozialismus" erschienen.







Projektleitung:

Claudia Gottfried, LVR-Industriemuseum


Projektmitarbeiter:

Christiane Syré, LVR-Industriemuseum,

Martin Schmidt, LVR-Industriemuseum,

Dr. Kerstin Kraft, Philipps-Universität Marburg, Institut für Europäische Ethnologie/Kulturwissenschaft