25. März 2026 | Engelskirchen
Wie wird die Arbeitswelt von morgen aussehen? Und wie hätten wir sie gern? Diesen aktuellen Fragen geht das Zukunftslabor „Arbeits[T]räume“ nach – eine Ausstellung zum Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten, die vom 29. März bis zum 1. November im Kraftwerk Ermen & Engels des LVR-Industriemuseums zu erleben ist.
Unsere Arbeitswelt befindet sich im rasanten Wandel: Gegenwärtig wird diskutiert, ob wieder mehr und länger gearbeitet werden soll. Dabei waren die Rufe nach der 4-Tage-Woche noch nicht verhallt. Noch in jüngster Vergangenheit hatten Unternehmen rund um den Globus Pilotprojekte gestartet – teils mit vielversprechenden Ergebnissen. Dem Wunsch nach mehr Flexibilität beim Arbeiten wurde mit neuen Arbeitsformen wie Homeoffice und mobilem Arbeiten begegnet. Aber was geht verloren, wenn man die Kolleg*innen nicht mehr regelmäßig im Büro trifft? Und dann ist da noch die Digitalisierung. Sind KI und Co. Werkzeuge, die die Arbeit erleichtern und produktiver machen?
In „Arbeits[T]räume“ erwartet die Besucher*innen keine wissenschaftliche Rundum-Erzählung. Stattdessen inspirieren sechs interaktive Arbeitsräume darüber nachzudenken, was unsere Arbeitswelt geprägt hat und bis heute prägt: Visionen und Arbeitskämpfe, organisatorischer Wandel und technische Umbrüche, Hierarchien und Kollegialität. Sie bieten jede Menge Möglichkeit, sich selbst einzubringen, die eigene Meinung zu hinterlassen und sich mit anderen auszutauschen.
Kooperation mit den Arbeitnehmer*innen von morgen
Schon im Vorfeld der Ausstellung hat das LVR-Industriemuseum die Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmer*innen von morgen gesucht: Schüler*innen von heute. So entwarfen Schüler*innen des Technischen Berufskollegs Solingen die grafischen Darstellungen zur Arbeit in der Vergangenheit. Gemeinsam mit dem Bildungsbüro Oberberg und dem zdi-Schüler*innenlabor am Berufskolleg Dieringhausen wurden Umfragen zur Arbeit der Zukunft durchgeführt. Welche Vorstellungen haben aktuell junge Menschen vor dem Einstieg ins Arbeitsleben? Die Umfrageergebnisse hat der Kölner Illustrator Michael Szyszka für die Ausstellung anschaulich aufbereitet.
Objekte gesucht!
Die sechs Arbeitsräume der Ausstellung stellen Fragen und bieten dadurch zahlreiche Gelegenheiten, sich zu beteiligen. Es besteht sogar die Möglichkeit, eigene Objekte aus dem Arbeitsleben mitzubringen und auszustellen: der Lieblingshammer, eine Gewerkschaftsfahne, das Röntgenbild vom Arbeitsunfall, das Geschenk zum Dienstjubiläum, eine Postkarte aus dem Büro.
Das Museum interessiert sich für diese speziellen Arbeitsobjekte und die damit verbundenen Geschichten. In einem extra eingerichteten Bereich in der Ausstellung werden die Gegenstände für alle sichtbar präsentiert und kontinuierlich erweitert und verändert. Die gesuchten Objekte müssen nicht besonders schön, wertvoll oder auffällig sein. Die Hauptsache ist, dass es Interessantes darüber zu sagen gibt und sie in die Ausstellungsvitrinen passen. Daher sollten sie in Höhe, Breite und Länge nicht größer als 35 cm sein.Die Gegenstände können ab sofort und während der gesamten Laufzeit der Ausstellung zu den Öffnungszeiten an der Museumskasse abgegeben werden. Dort liegt ein kurzer Fragebogen bereit, auf dem Informatio-nen zum Objekt hinterlassen werden. Nach der Laufzeit – oder wenn gewünscht auch früher –, bekommen die Leihgeber*innen ihre Objekte zurück. Für ihre Unterstützung erhalten sie einmalig freien Eintritt ins Museum.
Das Zukunftslabor entwickelt sich so vom Anfang bis zum Ende der Ausstellungslaufzeit weiter – durch die Besucher*innen. Ziel ist es, im breiten Dialog eine gemeinsame Idee zu entwickeln, wie eine gute Arbeitswelt der Zukunft aussehen könnte.
Angebote und Veranstaltungen
Die Ausstellung wird durch ein breitgefächertes Veranstaltungsprogramm begleitet. Jeden ersten Sonntag im Monat gibt es beispielsweise ein offenes Mitmachangebot mit kurzen Einführungen und viel Raum und Anregungen zum gemeinsamen Austausch. Immer am zweiten Sonntag im Monat lädt die Familien-Rallye „Arbeits[T]räume entdecken“ dazu ein, sich dem Thema spielerisch zu nähern. Für Kinder gibt es unter anderem Workshops zum Thema Metallguss und 3D-Druck und beim Familientag wird sich alles um ein besonderes Arbeitsgerät drehen: den Computer.
Weitere Informationen sowie das gesamte Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie auf der Website des LVR-Industríemuseums: lvr.de/kraftwerk-ermen-engels
LVR-Industriemuseum
Kraftwerk Ermen und Engels
Engelsplatz 2
51776 Engelskirchen
Laufzeit: 29. März bis 01. November 2026
Öffnungszeiten: dienstags bis freitags 10 – 17 Uhr, samstags und sonntags 11 – 18 Uhr
Eintrittspreise: 6 € Erwachsene, ermäßigt. 4 €, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben im LVR-Industriemuseum freien Eintritt.
Informationen zu Besuch und Buchungen von Führungen bei Kulturinfo Rheinland per Mail an info@kulturinfo-rheinland.de, oder telefonisch unter: 02234/9921-555 (Mo-Fr 8-18 Uhr, Sa, So und an Feiertagen 10-15 Uhr)
Die Pressebilder dürfen nur im Rahmen der aktuellen Berichterstattung über die Ausstellung "Arbeits[T]räume – ein Zukunftslabor" im LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels genutzt werden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht erlaubt.
Belegschaft des Oelchenshammers in den 1930ern.
© Heimatbildarchiv Oberbergischer Kreis
Schüler*innen wurden zu ihrer Perspektive auf die Arbeitswelt von morgen befragt.
© LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Foto: A. Stiens
Mitmachen ist angesagt im Zukunftslabor von "Arbeits[T]räume".
© LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Foto: T. Fischer
Trikotagennäherei bei der Firma C. A. Baldus in Osberghausen, 1930er Jahre.
© Heimatbildarchiv Oberbergischer Kreis
Im Ausstellungsraum „Dein Arbeitsplatz der Zukunft“ ist Kreativität gefragt.
© LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Foto: T. Fischer
KI und Du – der Arbeitsraum regt zum Austausch über die digitale Zukunft der Arbeit an.
© LVR-Zentrum für Medien und Bildung, Foto: A. Stiens