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Grafik Industrieanlage

Erdölpipeline

um 1960

Großes Stahlrohr

Teilstück einer Erdöl-Pipeline, Nord-West-Ölleitung GmbH, Wilhelmshaven, um 1960, Stahl, 72 x 72 x 100 cm, 150 kg, Inv.-Nr.: rz 17/90 © LVR-Industriemuseum, Foto: Jürgen Hoffmann

Vor über 125 Jahren ebneten die Brüder Reinhard und Max Mannesmann mit der Erfindung des Schrägwalzverfahrens den Weg für die Herstellung nahtloser Stahlrohre.


Die Erfindung des Schrägwalzverfahrens öffnete unzählige technische Folgeinnovationen, jedoch ist das Prinzip bis heute fast gleichgeblieben, sodass diese Rohre weltweiten Einsatz zum Ressourcentransport finden.


Das Zeitalter des Erdöls begann im Ruhrgebiet an Orten, wo einst Kohle verarbeitet und zu Treibstoff verflüssigt wurde. Den Durchbruch ins Erdölzeitalter brachte paradoxerweise eine politisch-militärische Krise, die Erdöl zunächst extrem verteuerte: die Suezkrise, ausgelöst im Winter 1956/57 durch die Sperrung des Suezkanals. Mit der Schließung des günstigsten Transportwegs für Erdöl aus dem Nahen Osten provozierte Ägypten eine militärische Intervention Großbritanniens, Frankreichs und Israels.


Das Teilstück der Pipeline diente Jahrzehnte lang der Lieferung von Mineralöl über Wilhelmshaven zum Ruhrgebiet bis nach Köln-Wesseling. Über solche Fernleitungen wird das Mineralöl zu den Verarbeitungsorten in Deutschland verteilt.


Weitere Informationen zum Ausstellungsprojekt „Energiewenden – Wendezeiten“


Felix Hartelt


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