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Grafik Industrieanlage

Die Welt in 1000 Teilen

Zur Geschichte des Puzzlespiels

Puzzeln ist nach wie vor ein beliebter Zeitvertreib. Ständig kommen neue Motive auf den Markt. Dieses Geduldsspiel blickt aber auch auf eine lange Tradition zurück. Die Ausstellung zeichnete diese Geschichte an ausgewählten Objekten aus der Sammlung von Geert Bekkering aus Enschede in den Niederlanden nach.


Zunächst stand das Vermitteln von geografischen Kenntnissen im Vordergrund. Im 18. Jahrhundert benutzten Lehrer und Erzieher auf Holz aufgezogene und dann zersägte Landkarten beim Unterricht. 1763 wird John Spilsbury als "Londoner Graveur und Zersäger von Karten auf Holz" erwähnt, die Puzzleproduktion wurde also professionalisiert. Im 19. Jahrhundert erweiterte sich das Spektrum der Motive, und neue Druck- und mechanische Sägetechniken machten die Spiele preiswerter. Anfang des 20. Jahrhundert verbilligten die Verwendung von Pappe und das Stanzen die Herstellung noch einmal und es kam zur ersten "Puzzlemanie". In dieser Zeit wurde auch die Bezeichnung "Puzzle" in Deutschland übernommen. Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Rätsel, Tüftelei.

Foto eines Puzzles aus Holz mit den Motiven Truthahn, Ente und Schaf

Die Begeisterung hielt an: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden erstmals Puzzles mit über tausend Teilen produziert, und die neuen Herausforderungen ziehen bis heute viele Puzzlefreunde in ihren Bann. Nach wie vor verbindet man mit dem Puzzeln den Erwerb wichtiger Kompetenzen wie Geduld und systematisches Denken und Handeln.


Neben vielen historischen Puzzlespielen gehörte zur Ausstellung auch ein Mitmachbereich, in dem Klein und Groß puzzeln kann. An zwei Wochenenden entstand das größte Puzzle der Welt, mit mehr als 33.600 Teilen.

Laufzeit: 19. Juni 2016 bis 29. Januar 2017



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