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Braunkariertes Schürzenkleid

Um 1970

Braunkariertes Kleid mit Rüschen an einer Figurine

Braunkariertes Schürzenkleid, um 1970, Düsseldorf, Baumwolle, 84 x 40 cm, Inv.-Nr.: ra 04/30

Löste der Minirock Mitte der 1960er Jahre vor allem bei der älteren Generation noch Bestürzen und Empörung aus, gehörte er nur wenige Jahre später bereits fest ins Straßenbild deutscher Großstädte.


Das kurze Schürzenkleid wurde Anfang der 1970er Jahre selbst genäht. Die aus Düsseldorf stammende Trägerin des Kleides hatte Skizzen angefertigt, nach denen ihre Mutter den individuellen Entwurf nähte. Zu diesem Zeitpunkt war der Minirock in der Bundesrepublik bereits gesellschaftstauglich geworden. Nichtsdestotrotz war das sehr kurze Schürzenkleid sicherlich auch für Düsseldorfer Verhältnisse ein ausgesprochen modernes Kleidungsstück.


Obwohl das Minikleid optisch an eine Schürze erinnert, wird es nicht gewickelt, sondern am Rücken mit einem Reißverschluss geschlossen. Die berüschten Träger und der leicht ausgestellte, kurze Rock verleihen dem Kleid gleichzeitig eine kleinmädchenhafte Niedlichkeit und Sexappeal. Das Kleid illustriert somit gut, wie die Jugendlichkeit ab Mitte der 1960er Jahre zum Ideal wird.


Um sich etwas freier bewegen zu können und vor unerwünschten Einblicken zu schützen, trugen viele junge Frauen damals sogenannte Panty-Hosen mit angeschnittenem, elastischem Bein unter ihren Minikleidern. Diese gab es in den unterschiedlichsten Farben und Mustern und sie orientierten sich wie die Minikleider selbst an der neusten Mode. Mit diesen farblich auf ihre Kleider abgestimmten Höschen war es den jungen Frauen möglich, dem Ruf der neuen Beinfreiheit zu folgen und trotzdem den gesellschaftlich geforderten Anstand zu wahren.


Weitere Informationen zum Projekt Mode 68. Mini, sexy, provokant


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