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Nylonstrumpfhosen

1960er bis 1970er Jahre

Verpackung einer Nylonstrrumpfhose der Firma Gläser

Nylonstrumpfhosen, originalverpackt, 1960er bis 1970er Jahre, Gläser Strumpfwerke, Siegmar-Schönau, Kunststoff, Papier, Nylon, 23 x 14 cm, Inv. Nr.: rz 01/630

Ein Hauch von Nichts – diese Nylonstrumpfhose passte perfekt zur Mini-Mode der 1960er und 70er Jahre.


Nylonstrümpfe gelten als verführerisch und weiblich. Durch ihre Feinheit, Elastizität und leichte Waschbarkeit waren sie schon Ende der 1930er Jahre eine begehrte Alternative zu Seidenstrümpfen. Anfänglich kosteten sie sogar etwas mehr als diese. Die ersten Nylonstrümpfe waren noch blickdicht, die produzierbare Stärke des Fadens nahm dann aber rasant ab. Die Strümpfe wurden damit immer transparenter.


Nachdem Nylonstrümpfe in den 1940er Jahren in Deutschland kaum zu bekommen waren, da die Faser vorrangig für die Militärproduktion, z.B. für chirurgische Nähseide und Fallschirme genutzt wurde, stieg der Absatz in den 1950er Jahren deutlich. Die hauchdünnen Strümpfe mit der Naht auf der Beinrückseite gaben den Beinen das „gewisse Etwas“ und passten perfekt zur femininen Mode der Zeit. Zusammen mit den Miniröcken und -kleidern der 1960er und 1970er Jahre traten dann Strumpfhosen aus Nylon den Siegeszug an. Beinabschluss und Halter der Nylonstrümpfe wären bei der neuen kurzen Kleidung zu stark ins Blickfeld gerückt.


Gläser zählt zu den ältesten Strumpffabriken in Deutschland. In den 1950er Jahren vertrieb das Unternehmen die Strümpfe unter dem Slogan „Ein Perlontraum aus Heidelberg“. Die abgebildete Gläser-Verpackung des LVR-Industriemuseums entspricht mit den bunten Farben und rundem, comichaftem Grafikstil dem Design der 1960er und 70er Jahre. Erst ab diesem Zeitpunkt erweiterten auch gemusterte und bunte Strümpfe im großen Ausmaß das Angebot für die Konsumentinnen. Die gemusterte Variante „Sporty“ der Firma Gläser liegt damit voll im Trend. Sie ist nicht mehr ausschließlich verführerisch und elegant, sondern entspricht einem sportlicheren, jugendlichen Stil.


Weitere Informationen zur Ausstellung Must-have. Geschichte, Gegenwart, Zukunft des Konsums


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