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Gasbeheizte Bügeleisen

1910er bis 1920er Jahre

Gasbeheizte Bügeleisen in einer Station.

1910er bis 1920er Jahre, Eisen, Holz, 32,5 x 33 x 27 cm, Inv. Nr.: rz 99/2977

Faltenfrei – seit etwa 2000 Jahren glätten Menschen ihre Wäsche.

Ob in der Öffentlichkeit oder in der Wohnung, schon im alten China zur Zeit der HAN-Dynastie (202 v. Chr. bis 220 n. Chr.) legten die Menschen Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Sie benutzten Pfanneneisen um Seidengewänder mit Hitze, Druck und Feuchtigkeit zu glätten.

In Europa verbreitete sich das Bügeln seit dem 15. Jahrhundert. Doch erst mit der Industrialisierung und neuen Energiesystemen entwickelte sich die Technik des Bügelns weiter. Neben Bügeleisen, die auf dem Herd erhitzt wurden, gab es mit Holzkohle oder Steinkohle befüllte Eisen mit kleinen Schornsteinen, später mit Öffnungen an den Seitenkanten zum Rauch ablassen. Oft wurden Bügeleisen auch mit Metallbolzen, Spiritus oder Esbit erhitzt.

Mit dem Ausbau der Stadtgasversorgung kamen auch Gasbügeleisen auf, die entweder als Hohleisen über einer Gasflamme erhitzt wurden oder direkt über einen Schlauch mit der Gasleitung verbunden waren. Doch im Vergleich zum elektrischen Bügeleisen, das vor dem Ersten Weltkrieg aufkam, hatten alle anderen Formen erhebliche Nachteile, vor allem durch Schmutz und Rauch- oder Gasgerüche beim Bügeln. Beim Gasbügeleisen neigte der Schlauch zu Undichtigkeiten. Ihre Technik und ihr Design machten nicht elektrische Bügeleisen sehr schwer.

So auch die Gasbügeleisen des LVR-Industriemuseums. Sie wurden vermutlich gewerblich in Bügelstuben genutzt und dort direkt an Gasleitungen angeschlossen. Im Inneren verlaufen Röhren mit Düsen, durch die das Gas die Flamme in Facht hält.

Weitere Informationen zum Projekt Energiewenden - Wendezeiten


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