Rheinisches Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte

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Glanz und Grauen9.3.2012 - 27.1.2013
Das glamouröse Abendkleid an der Diva Zarah Leander, die schnittige Uniform an Nazi-Reichsmarschall Hermann Göring und die "einfachen" Menschen im urdeutschen Dirndl und Lederhose - diese Klischees prägen unsere Vorstellung von Mode der 1930er und 1940er Jahre in Deutschland. Aber wie sah die Alltagskleidung aus? Wie in allen anderen Lebensbereichen auch wollte die NS-Diktatur Mode steuern und politisch für sich nutzen - Kleidung als Mittel, eine nationalsozialistische "Volksgemeinschaft" zu definieren oder unerwünschte gesellschaftliche Gruppen auszugrenzen. Doch das Regime konnte Mode nur bedingt beeinflussen.
Das Herrenhaus CromfordDie Ausstellung zeigt Arbeit und Leben der Familie Brügelmann von 1783 bis 1864. Das barocke Gebäude war die Schaltzentrale eines der bedeutendsten Unternehmen des ausgehenden 18. Jahrhunderts und gleichzeitig bürgerliches Wohnhaus einer der führenden Fabrikantenfamilien.
Die Textilfabrik CromfordDie erste Fabrik auf dem Kontinent - sie steht in Ratingen. Heute ist die erste mechanische Baumwollspinnerei außerhalb Englands das weltweit einzige Museum, das die Verarbeitung vom Rohstoff Baumwolle zum fertigen Garn an originalgetreu nachgebauten Maschinen aus dem 18. Jahrhundert zeigt.