Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

LVR-Industriemuseum

 Rheinisches Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte

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Programme

 

1. "Der Wolle auf der Spur"

Die Schülerinnen und Schüler lernen die handwerkliche Verarbeitung von Wolle durch eigenes Probieren kennen. Feste Bestandteile des Programms sind Materialkunde (Sehen, Fühlen und Bestimmen verschiedener textiler Fasern) und die verschiedenen Verarbeitungstechniken von Wolle. Je nach Aufenthaltsdauer kann entweder ein individuelles oder ein gemeinsames Produkt gefilzt oder gewebt werden. Bei Zeit und Interesse ist auch ein Besuch bei einem Schäfer möglich, der Schafe und Hütehunde vorstellt. In der Fabrik lernen die Schülerinnen und Schüler den Produktionsablauf und die Maschinen kennen. Sie erfahren im Vergleich, wie der Einsatz von Maschinen sich auf das Leben und die Arbeit der hier Tätigen ausgewirkt hat und wie viel Arbeit auch bei der industriellen Produktion noch in einem Stück Tuch steckt.

 

2. "Wasser, Energie, Dampf"

Die Nutzung von Wasser zur Energieerzeugung und beim Färben, Waschen und Walken der Wolle/ Tuche in der Fabrik samt der damit verbundenen ökologischen Probleme sind Themen dieses Programms. Im praktischen Teil sind die Kinder und Jugendlichen als „Natur-Forscher" unterwegs und lernen das Leben im und am Bach kennen. Uferpflanzen und dem Bach entnommenes Wasser samt Kleinstlebewesen werden untersucht und mit Hilfe von Abbildungen bestimmt. Ausgewählte Tiere können gezeichnet werden. Der sorgsame Umgang mit Pflanzen und Tieren wird vermittelt. Beim Betreiben der Modelldampfmaschinen und der an eine kleine Transmission angeschlossenen Werkzeugmaschinen erschließt sich spielerisch die Erzeugung von Dampfkraft und ihre Nutzung. Es wird mit Pflanzenfarben gefärbt und beim Filzen/Walken handgreiflich erfahrbar, wie aus Wasser, Wärme und Lauge ein verdichtetes Wollprodukt entsteht. Möglich ist auch der Bau eines kleinen Wasserrades. Am Ende kann der Aufbau eines „Wassermuseums" und die Präsentation der gesammelten Erfahrungen und Produkte stehen.

 

3. "Von der Motte zum Museum"

Anknüpfend an den archäologischen Befund einer Motte als Vorgängerin der Burg werden verschiedene Themen angeboten, an Hand derer die Schülerinnen und Schüler ausschnitthaft das Mittelalter und die Zeit der Industrialisierung erforschen und mit ihren eigenen Erfahrungen vergleichen können. An wahlweise 5 verschiedenen Themen (Wohnen, Arbeit, Essen/ Kochen, Kleidung, Schreiben) erfahren sie durch Sachquellen und zusätzliche Informationen etwas über das Leben der Menschen im Mittelalter und wie sehr sich die Lebensumstände durch die Industrialisierung verändert haben. Praktisches Forschen, Ausprobieren, Nachbauen und Nachspielen in „Werkstätten" stehen im Mittelpunkt der erlebnisorientierten und motivierenden Beschäftigung mit den jeweiligen geschichtlichen Epochen. Ihre Ergebnisse dokumentieren die Kinder in einem Forschungstagebuch. Bei ausreichend Zeit können die Gruppenergebnisse als Ausstellung präsentiert werden.

 

4. "Die zweite Haut: Kleidung im Wandel"

In einem historischen Abriss soll den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für die eigene Kleidung und die Entwicklung der Kleidung vom reinen Schutz- zum Designobjekt vermittelt werden. Durch Anfassen und Anprobieren historischer (nachgeschneiderter) Kleidung wird das Thema auch Methode/Mittel zur differenzierten körperlichen Selbstwahrnehmung. Sinnlich erfahrbar wird, wie unmittelbar Kleidung schützt, einschränkt, befreit, Haltung oder gesellschaftliche Unterschiede ausdrückt. Nach einer Einführung in die Dauerausstellung (das Material „begreifen") lernen die Jugendlichen in der Tuchfabrik den Weg der Wolle bis zum fertigen Tuch kennen. Im praktischen Teil werden das Filzen eines Hutes nach historischem Vorbild und ein aus eigener Phantasie entwickelter Entwurf entweder „Mein Traum von Kleidung" (Zeichnung/Kollage mit unterschiedlichen Materialien) bzw. alternativ der „Kleidung der Zukunft" (futuristisches Kleidungsstück auf der Grundlage eines Einweg-Overalls) angeboten.

 

Alle Programmeinheiten dauern jeweils circa zwei Stunden und finden vormittags und nachmittags statt. Sie beginnen am Nachmittag des Anreisetages, der Abreisetag ist ohne Programm - wenn nichts anderes vereinbart.

Kooperationspartner:

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