Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

LVR-Industriemuseum

 Rheinisches Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte

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Allgemeines zum LVR-Industriemuseum

Entdecken - Erleben - Mitmachen

Wie war das damals im Rheinland, als noch unzählige Webstühle surrten und Schornsteine rauchten? Wie hat die Elektrizität das Leben der Menschen verändert und wie sah die Arbeit an einem Dampfhammer aus? All das kann man heute noch hautnah nacherleben: Im LVR-Industriemuseum.

 

Sechs erlebnisreiche Ausflugsziele

Das LVR-Industriemuseum umfasst sechs Museumsschauplätze im Rheinland. In zum Teil denkmalgeschützten Fabriken wird am authentischen Ort spannend und anschaulich die Geschichte der Industrie im Rheinland und der dort beschäftigten Menschen erzählt. Dabei stehen die zentralen Branchen Metall, Textil, Papier und Elektrizität im Mittelpunkt. Zu entdecken gibt es die Papiermühle Alte Dombach in Bergisch Gladbach, die Baumwollspinnerei Ermen & Engels in Engelskirchen, die Tuchfabrik Müller in Euskirchen, die Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen, die Textilfabrik Cromford in Ratingen sowie die Zinkfabrik Altenberg und die St. Antony-Hütte in Oberhausen. Hier befinden sich darüber hinaus die Museumszentrale mit Direktion, Verwaltung, Depots, Bibliothek, Fotoarchiv und Werkstätten. Gründer und Träger des LVR-Industriemuseums ist der Landschaftsverband Rheinland (LVR).

 

LVR-Industriemuseum, Schauplatz Oberhausen

Hier fühlen Sie den Pulsschlag aus Stahl. Aufstieg, Blütezeit und Krise des Ruhrgebiets, mit Millionen von Arbeitern und Tausenden von Schloten – hier können Sie all das noch spüren. Der Rundgang durch die Ausstellung „Schwerindustrie" in der ehemaligen Zinkfabrik Altenberg erzählt über den Alltag von Männern und Frauen, die in der Eisen- und Stahlindustrie ‚malochten', über die Macht der Industriebarone und über eine Region, die sich in wenigen Jahrzehnten vom Ackerland in das größte Industriezentrum der Welt verwandelte.

Die St. Antony-Hütte gehört ebenfalls zum Schauplatz Oberhausen. 1758 floss hier erstmals im Ruhrgebiet Roheisen aus einem Hochofen. Heute erzählt sie vom spannenden Beginn der Eisen- und Stahlindustrie, von bedeutenden Innovationen und vom harten Leben der Menschen, die dort arbeiteten. Neben dem Museum entdecken die Gäste im LVR-Industriearchäologischen Park auf der rund 1000 Quadratmeter großen Ausgrabungsstätte der St. Antony Hütte einmalige Relikte aus der Frühzeit der Eisenhütte.

Zum Schauplatz Oberhausen gehören außerdem der Museumsbahnsteig am Hauptbahnhof mit illuminierten Großexponaten und das Museum Eisenheim in der ältesten Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets. In Oberhausen befindet sich mit dem Peter-Behrens-Bau auch das zentrale Museumsdepot.


LVR-Industriemuseum
Zinkfabrik Altenberg
 
Hansastr. 20
46049 Oberhausen

www.industriemuseum.lvr.de

Info bei kulturinfo rheinland
Tel.: 02234/9921-555

Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Eintritt: 4 €, erm. 3 €

ÖPNV: Ab Oberhausen Hbf ca. 2 Minuten Fußweg

LVR-Industriemuseum
St. Antony-Hütte
Antoniestraße 32-32
46119 Oberhausen

 

LVR-Industriemuseum, Schauplatz Ratingen

Die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent – sie steht in Ratingen. Heute ist die erste mechanische Baumwollspinnerei außerhalb Englands das weltweit einzige Museum, das die Verarbeitung vom Rohstoff Baumwolle zum fertigen Garn an originalgetreu nachgebauten Maschinen aus dem 18. Jahrhundert zeigt. Auch die Arbeitsbedingungen der Männer, Frauen und Kinder in den Spinnsälen sind Thema der Ausstellung in den Gebäuden, die der Fabrikant Johann Gottfried Brügelmann vor über 200 Jahren errichten ließ.

Das prachtvolle Herrenhaus Cromford neben der Fabrik war die Schaltzentrale des einst bedeutenden Unternehmens und gleichzeitig bürgerliches Wohnhaus der Brügelmanns als eine der führenden Fabrikantenfamilien ihrer Zeit. Die Ausstellung über die Lebenswelten der Familie erzählt hier vom wirtschaftlichen Handeln in bewegten Zeiten zwischen Französischer Revolution, Napoleon und neuer Bürgerlichkeit, aber auch von ganz privaten Dingen – den Lieblingsspeisen, der Jagd, Heiratsabsichten, den Dienstboten oder den Vorbereitungen für ein Fest.


LVR-Industriemuseum 
Textilfabrik Cromford

Cromforder Allee 24
40878 Ratingen

www.industriemuseum.lvr.de

Infos bei kulturinfo rheinland
Tel.: 02234/9921-555

Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Eintritt: 4 €, erm. 3 €

ÖPNV: Ab S-Bahnhof Ratingen Ost mit der Buslinie 773 bis Haltestelle Blauer See, ca. 5 Minuten Fußweg

 

LVR-Industriemuseum, Schauplatz Solingen

Die historische Gesenkschmiede ist ein ganz besonderes Museum, denn hier wird noch richtig produziert. Hier können die Gäste erleben, wie die rot glühenden Spaltstücke unter lautem Getöse zu Scherenrohlingen geschmiedet werden, wie es knallt und bebt. Eine Museumsschere wird sogar vollständig in der Fabrik gefertigt. Schritt für Schritt lässt sich so nachvollziehen, wie sie entsteht. Der Umkleideraum mit den alten Spinden, der Waschraum, das Maschinenhaus oder das Kontor mit der klappernden Schreibmaschine – alles steht noch an seinem Platz und wartet darauf, entdeckt zu werden. Nebenan bietet die schmucke Firmenvilla von 1896 Einblicke in die Lebenswelt der Fabrikantenfamilie.


LVR-Industriemuseum
Gesenkschmiede Hendrichs

Merscheider Str. 289-297
42699 Solingen

www.industriemuseum.lvr.de

Infos bei kulturinfo rheinland
Tel.: 02234/9921-555

Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Eintritt: 3 €, erm. 2,50 €

ÖPNV: Ab Bahnhof Solingen-Ohligs mit der Buslinie 681 bis Haltestelle „Industriemuseum"

 

LVR-Industriemuseum, Schauplatz Bergisch Gladbach

Fachwerkhäuser in einer grünen Tallandschaft, Bachläufe und ein klapperndes Mühlrad – so empfängt die ehemalige Papiermühle Alte Dombach ihre Gäste. In Deutschlands größtem Papiermuseum geht es um die Herstellung und den Gebrauch von Papier in den vergangenen 200 Jahren. Sie können das Mühlrad beim Antrieb des polternden Lumpenstampfwerks beobachten, die Entstehung einer Papierbahn auf einer Labor-Papiermaschine erleben und selbst ein Blatt Papier aus der Bütte schöpfen. Die PM4, eine Papiermaschine aus dem Jahr 1889, demonstriert mit ihren vierzig Metern Länge und fünf Metern Höhe den Fortschritt der Industrialisierung.


LVR-Industriemuseum 
Papiermühle Alte Dombach

Alte Dombach
51465 Bergisch Gladbach

www.industriemuseum.lvr.de

Infos bei kulturinfo rheinland
Tel.: 02234 /9921-555

Öffnungszeiten: Di-Fr 10 -17 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Eintritt: 3 €, erm. 2,50 €

ÖPNV: Ab S-Bahnhof Bergisch Gladbach mit der Buslinie 426 bis Haltestelle „Alte Dombach" o. 25 Minuten Fußweg

 

LVR-Industriemuseum, Schauplatz Engelskirchen

Hier geht Ihnen garantiert ein Licht auf. Denn alles dreht sich um den Strom. In der ehemaligen Baumwollspinnerei Ermen & Engels, gegründet von Friedrich Engels sen. – Vater des berühmten Kompagnon von Karl Marx – entstand um 1900 eines der ersten Elektrizitätswerke der Region. Die ‚spannende' Ausstellung vermittelt einen lebendigen Eindruck davon, wie die Kraft des Flüsschens Agger seit 1903 in Strom verwandelt wurde. Historische Haushalts- und Bürogeräte zeugen davon, wie sehr sich Leben und Arbeiten durch die Elektrizität veränderte.

Zum Schauplatz Engelskirchen gehört auch der nahe gelegene Oelchenshammer. Er ist einer der letzten wasserbetriebenen Schmiedehämmer der Region.


LVR-Industriemuseum
Baumwollspinnerei Ermen & Engels

Engels-Platz 2
51766 Engelskirchen

www.industriemuseum.lvr.de

Infos bei kulturinfo rheinland
Tel.: 02234/9921-555

Öffnungszeiten: Di - Fr 10-17 Uhr, Sa + So 11-18 Uhr

Eintritt: 3 €, erm. 2,50 €

ÖPNV: Ab Bahnhof Engelskirchen ca. 3 Minuten Fußweg

 

LVR-Industriemuseum, Schauplatz Euskirchen

Wie vor 100 Jahren Stoffe entstanden, können Besucherinnen und Besucher bei einem Rundgang durch die ehemalige Tuchfabrik Müller erleben. Hier sieht es so aus, als hätten die Arbeiter gerade erst die Maschinen verlassen. Der vollständig erhaltene und in dieser Art europaweit einzigartige Fabrikkosmos bietet eine Reise in die Geschichte der Arbeit und der faszinierenden historischen Technik an. Beim Rundgang beginnen die rund 100 Jahre alten Textilmaschinen zu surren und demonstrieren, wie aus loser Wolle fertiges Tuch wird. Die imposante Krempelmaschine kämmt die Wolle, die mächtigen Spinnmaschinen machen daraus Fäden, die Webstühle donnern ohrenbetäubend und die schweren Webschützen schießen hin und her.


LVR-Industriemuseum 
Tuchfabrik Müller
 
Carl-Koenen-Straße
53881 Euskirchen

www.industriemuseum.lvr.de

Infos bei kulturinfo rheinland
Tel.: 02234 / 9921-555

Fabrik ist nur mit Führung zu besichtigen.

Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr

Eintritt mit Führung: 7 €, erm. 3 €, Familien: 8 €

Kooperationspartner:

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