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Waschhaus Weegerhof

Waschbrett in einer Zinkwanne

Die Solinger Baugenossenschaft Spar- und Bauverein Solingen (SBV) hatte beim Bau der 185 Wohnhäuser der Siedlung Weegerhof auf Waschküchen und Trockenspeicher verzichtet und stattdessen mit der zentralen Wäscherei eine damals hochmoderne, sozial vorbildliche Gemeinschaftseinrichtung errichtet. Das Waschhaus erleichterte die Arbeit enorm. Für viele Hausfrauen war das Waschen bis weit in die 1960er Jahre eine körperlich sehr anstrengende und oft mehrere Tage dauernde Prozedur. Im Waschhaus dagegen verkürzten Maschinen den Waschvorgang auf wenige Stunden.
Im Weegerhof wohnten viele Beschäftige der Schneidwarenindustrie, Arbeiter oder kleine Angestellte mit ihren Familien, die sich ohne das Waschhaus den Komfort einer maschinellen Waschtechnik nicht hätten leisten können. Auch die oft stark verschmutzte Arbeitskleidung der Heim- oder Fabrikarbeiter ließ sich im Waschhaus erheblich leichter reinigen als mühsam per Hand.


Wäsche auf Wäscheleine

Heute steht das noch bis 2005 genutzte Waschhaus als wohl einzige Anlage in Deutschland mit erhaltener Originalausstattung unter Denkmalschutz. Das Inventar mit den großen, alten Waschmaschinen, den voluminösen Schleudern, den von Dampfspiralen durchzogenen Kulissenschränken zum Trocknen der Wäsche oder den mächtigen Dampfmangeln blieb nahezu unverändert erhalten.

Die Museumsausstellung ergänzt die denkmalgeschützte Einrichtung des Waschhauses mit zahlreichen Objekten zur Geschichte des Waschens.

Anschrift: Hermann-Meyer-Straße , 42657 Solingen

Zugang zum Waschhaus über die Hermann-Meyer-Straße, zwischen den Häusern Nr. 30/28 und 26

Öffnungszeiten: Das Waschhaus ist von Februar bis November jeden 1. Sonntag im Monat von 11 bis 13 Uhr geöffnet.

Eintritt: 2 €

Anmeldung/Kontakt: Waschhaus Weegerhof, Frau Klinkner, Tel.: 0212 815 201